Der Baukostenindex (BKI 2010) für den Wohnhaus- und Siedlungsbau betrug laut Berechnungen von Statistik Austria für den Jahresdurchschnitt 2012 104,4 Punkte und stieg somit gegenüber dem Jahr 2011 um 2,1 Prozent. Der durchschnittliche Kostenanstieg fiel damit 2012 geringfügig gedämpfter aus als im vorangegangenen Jahr: 2011 hatte die Jahres-Veränderungsrate noch 2,3% betragen. Seit Mai 2012 stieg das Niveau der Wachstumsraten gegenüber den Vormonaten aufgrund der gestiegenen Lohnkosten um etwa einen Prozentpunkt (siehe Tabelle). Für den Monat Dezember 2012 erhöhte sich der Indexwert für den Wohnhaus- und Siedlungsbau im Jahresvergleich um 2,6 Prozent auf 105,1 Punkte, zum Vormonat aber lediglich um 0,1%.
Im Jahresdurchschnitt 2012 stieg der Tiefbau wie bereits seit 2010 in beiden Sparten stärker als der Hochbau. Der Baukostenindex verzeichnete für den Straßenbau im Jahresdurchschnitt 2012 ein Plus von 4,5% gegenüber dem Vorjahr. 2011 hatte die Veränderung noch 5,6% betragen. Für den Brückenbau ergab sich ein durchschnittliches Plus von 2,4%, das deutlich unter der durchschnittlichen Veränderungsrate von 2011 in der Höhe von 4,2% liegt (siehe Grafik). Im Monat Dezember 2012 wies der Index Straßenbau mit 110,4 Indexpunkten einen Anstieg von 2,9% zum Dezember 2011 auf, bzw. verringerte sich der Index um 0,5% zum Vormonat November. Der Monatsindex Brückenbau (106,9 Indexpunkte) erhöhte sich im Dezember um 2,8% gegenüber dem orjahresmonat und sank um 0,1% zum Vormonat.
Die Preistreiber 2012
Die Kostenentwicklung des Baukostenindex 2012 wurde im Wohnhaus- und Siedlungsbau vor allem durch die Preiserhöhungen der Warenkorbelemente "Bituminöse Dichtungsbahnen" und "Faserdämmstoffe" vorangetrieben. Beim Baukostenindex des Tiefbaus dominierten vor allem die Preissteigerungen von Bitumen, wobei diese sich in der zweiten Jahreshälfte deutlich beruhigten und damit vor allem die rückläufigen Monatswachstumsraten im Laufe des Jahres 2012 beim Straßenbau erklären (siehe Tabelle). Der Rückgang der durchschnittlichen Wachstumsrate im Brückenbau 2012 im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf die 2012 weniger hohen Preisanstiege beim Rohstoff Stahl – verglichen v. a. mit Anfang 2011 – zurückzuführen.