Die Talsohle ist durchschritten, Zuversicht macht sich breit (wenn auch zaghaft). Das ist die Conclusio einer Umfrage die der VÖB (Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke) unter den Herstellern von Betonbauteilen durchführen ließ.
Vor allem im Vergleich zum Anfang des Jahres 2010, als noch rund 40 % der Mitgliedsbetriebe über schwere Umsatzrückgänge (im Vergleich zum Vorjahr) zu klagen hatten, hat sich die Lage etwas gebessert: Nun sind es 28 %, und durch die Einführung und Etablierung neuer Produkte gaben fast 40 % an, dass weiteren Einbußen entgegengewirkt werden konnte. Außerdem geben 80 % der Firmen das Bekenntnis ab, bestehende Arbeitsplätze erhalten zu wollen. Zwar können sich nur 4,8 % vorstellen, in Kürze neue Mitarbeiter einzustellen, vor 6 Monaten konnte dies aber praktisch niemand. Ganz rosig ist die Lage also noch lange nicht:
Wenig Baubewilligungen – wenig Geschäft
„Grundsätzlich zeigt sich wieder eine weniger negative Haltung in der Beton- und Fertigteilbranche“, meint VÖB-Präsident Dr. Bernd Wolschner. „Ob diese Erholung nachhaltig ist, bleibt abzuwarten. Die Investitionsbereitschaft in den Wirtschafts- und Wohnbau geht nach wie vor stark zurück. Wir erwarten einen dramatischen Rückgang an Baubewilligungen in den nächsten Jahren. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, dass der stotternde Konjunkturmotor endlich voll ins Laufen kommt“, so Wolschner weiter.
Damit der VÖB in einem weiteren halben Jahr auch eine weitere Steigerung des Optimismus verkünden kann, fordert man nun in diesem Zusammenhang die Bereitstellung größerer Mittel für die Sanierung. Dass an der Wohnbeihilfe festgehalten werden müsse, steht für den VÖB sowieso außer Frage.