Einkaufszentren erzielen nach wie vor eine hohe Rendite und qualitativ hochstehende Objekte sind äußerst gefragt. Nach dem Boom in Prag verlagert sich aber der Schwerpunkt großer Objekte in kleinere Städte der Republik. Dennoch hat es auch in Prag in den letzten beiden Jahren einige bedeutende Eröffnungen – vor allem im Hochpreis-Sektor – gegeben: Das „Palladium“ beim Pulverturm in der Nähe des „Platzes der Republik“ wurde im Herbst 2007 abgeschlossen, und bot den Pragern eine Reihe von Newcomern im Modebereich, wie „Conbipel“, „Murphy & Nye“ und „Monton“ – und für die Geschäfte die höchsten je in der Tschechischen Republik erzielten Mieten: zwischen 80 und 130 Euro. Ein Jahr später folgte bereits das „Arkady Pankrac“.
Alle Einkaufszentrenprojekte sind – in erster Linie jene außerhalb Prags, wie „Palace Pardubice“ oder „Plžen Plaza“ – rasch vermietet, was nur den nach wie vor die hohe Nachfrage nach konzentrierter Einkaufsfläche in der Tschechischen Republik belegt – so der Bericht von „Colliers International“. Dieser Trend dürfte sich an Standorten, wo bis jetzt keine bedeutendere Shopping-Malls errichten worden sind, fortsetzen.
Die Gesamtverkaufsfläche in Böhmen und Mähren erreicht zur Zeit zehn Millionen Quadratmeter, also einen Quadratmeter pro Person in der Tschechischen Republik, was aber noch immer nur achtzig Prozent von der in Westeuropa üblichen Rate ausmacht.
Die Mieten in Luxusstandorten betragen zur Zeit 160 bis 200 Euro: Aber alle Mieten in Prag sind generell in letzter Zeit angestiegen, wobei immer mehr Ketten im Kernbereich der Stadt, im sog. „Goldene Kreuz“ um den Graben/Na Prikope bzw. Wenzelsplatz präsent sein möchten. In Nebengassen beträgt die Miete zwischen 50 und 100, in Räumlichkeiten der Austattungsklasse B zwischen 25 und 45 Euro.